Jobinserate: diese 10 Fehler sollte man vermeiden

10 Fehler, die Sie bei einem Jobinserat vermeiden sollten.

 

Bei der Veröffentlichung einer Stellenanzeige hoffen alle Personalverantwortlichen, passende Bewerbungen zu erhalten, die ihren Erwartungen entsprechen. Um die besten Talente anzuziehen, gilt es jedoch, einige Fehler zu vermeiden.

1. Standardisierte Jobinserate aufschalten

Nicht nur für Bewerbende ist es wichtig, sich von der Konkurrenz abzuheben, sondern auch für die Unternehmen, die ein Stelleninserat schalten. Um die passenden Talente zu erreichen und in der Masse positiv aufzufallen, müssen Sie sich von den klassischen Mustern der Personalbeschaffung lösen. Sie als Personalverantwortliche können dazu auf eine besondere Art des Storytellings, bestimmte Kanäle und Schlüsselwörter, die die gewünschten Bewerbenden ansprechen, zurückgreifen. Vermeiden Sie vage Formulierungen wie „Stelle in der Region Zürich“ oder „marktführendes Unternehmen“, unter denen sich Jobsuchende nichts Konkretes vorstellen können. Geben Sie stattdessen die relevanten Informationen zur jeweiligen Stelle klar an.

2. Den Schreibstil vernachlässigen

Die Stellenanzeige sollte auf keinen Fall langweilig klingen, sondern die Jobsuchenden begeistern und ihnen zeigen, dass die Arbeit in Ihrem Unternehmen interessant und vielseitig ist. Ein fröhlicher Ton führt zu mehr Antworten, daher ist es wichtig, dass Sie die positive Einstellung in Ihrer Anzeige mit Wörter wie „spannend“, „großartig“ oder „selten“ hervorheben. Diese können zudem die Neugierde potenzieller Kandidat*innen auf Ihr Unternehmen oder die ausgeschriebene Stelle wecken. Der passende Stil in der Anzeige hilft Ihnen, Ihr Zielpublikum anzusprechen. Wenn Sie Ihre Sätze dynamisch formulieren, haben Sie mehr Chancen, dynamische Talente anzuziehen.

3. Komplizierte und nicht-inklusive Sprache verwenden

Die Jobsuchenden sollten beim Lesen des Inserats Interesse für die Stelle entwickeln und nicht erst gezwungen sein, die Fachbegriffe im Text zu entschlüsseln. Ihre Anzeige sollte für ein möglichst breites Publikum verständlich sein, also sollten Sie Jargon und branchenspezifische Abkürzungen vermeiden – es sei denn, Sie sind auf der Suche nach einem sehr spezialisierten Profil. In diesem Fall können Sie ohne weiteres ein technischeres Vokabular verwenden. Ob Allgemein- oder Fachsprache, denken Sie daran, dass Sie mit einer inklusiven Sprache nicht nur Männer, sondern auch Frauen und diverse Personen ansprechen. So zeigen Sie ausserdem, dass Sie auf Diversity und Inclusion Wert legen.

4. Wichtige Details weglassen

Ist der Arbeitsort in der Stellenanzeige angegeben? Ist die Stellenbeschreibung vollständig? Enthält das Inserat eine klare Stellenbezeichnung und ein Datum für den Arbeitsbeginn? Dann haben die Bewerbenden bereits die wichtigsten Informationen zur ausgeschriebenen Stelle vor sich. Für Sie offensichtliche Angaben gehen vielleicht schnell vergessen, denken Sie also daran, alle grundlegenden Informationen zur Stelle klar anzugeben. Der Arbeitsort ist z. B. eine sehr wichtige Information. Ob er zwei Stunden oder zehn Minuten vom Wohnort des/der Bewerbenden entfernt ist, kann einen bedeutenden Unterschied machen. Eine vollständige Stellenbeschreibung hilft Ihnen ausserdem beim Recruiting-Prozess, da Sie so mehr passende Bewerbungen erhalten.

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5. Keine Vertragsdauer angeben

Wenn die Vertragsdauer nicht klar angegeben wird, ist es sehr wahrscheinlich, dass Ihr Jobinserat von Stellensuchenden überlesen wird. Die Bewerbenden müssen wissen, ob es sich dabei um eine Festanstellung, ein Praktikum, eine Vertretung, also um einen unbefristeten oder einen befristeten Arbeitsvertrag handelt. Diese Information ist essenziell und muss in Ihrer Anzeige ausdrücklich erwähnt werden.

6. Eine unendliche Liste mit Aufgaben aufführen

Die Aufgaben des/der zukünftigen Arbeitnehmenden im Stelleninserat aufzulisten ist wichtig, denn so können sich die Bewerbenden ein Bild davon machen, was sie in diesem Job erwartet. Und vor allem können sie damit einschätzen, ob ihr Profil den Erwartungen des Unternehmens entspricht. Diese Liste sollte jedoch auf die Hauptfunktionen beschränkt sein, da sonst die Gefahr besteht, dass viele Stellensuchende abgeschreckt werden. Daher sollten Sie sich auf die wichtigsten Aufgaben konzentrieren, die mit der Stelle verbunden sind. Eine Stellenanzeige sollte in erster Linie attraktiv sein, um die passenden Talente anzuziehen.

7. Sich unflexibel zeigen

Während eines Einstellungsverfahrens ist es wichtig, flexibel zu sein. Die ideale Kandidatin oder der ideale Kandidat ist nicht leicht zu finden, daher ist es manchmal sinnvoll, seine Kriterien zu überdenken. Es ist also ratsam, sich dem Dialog mit den Bewerbenden nicht zu verschliessen. Wenn Sie z. B. Wert darauf legen, dass der oder die zukünftige Mitarbeitende jeden Tag im Büro des Unternehmens anwesend ist, und das passende Talent einen oder zwei Tage Homeoffice fordert, sollten Sie darüber nachdenken. Vielleicht ergibt sich daraus eine Win-win-Situation.

8. Kandidat*innen nicht direkt ansprechen

Eine Stellenanzeige sollte das Unternehmen und seine Branche beschreiben, aber wenn Sie vergessen, potenzielle Kandidat*innen anzusprechen, oder es nur am Rande tun, kann das viele abschrecken. Auch wenn es sich nur um einen Text auf einem Bildschirm handelt, sollten Sie doch versuchen, eine erste Verbindung zu den Jobsuchenden herzustellen, die Ihre zukünftigen Mitarbeitenden sein könnten. Sie können sogar eine Prise Humor einfliessen lassen, das kommt immer gut an. In jedem Fall sollten Sie der Stellenbeschreibung, den vorausgesetzten Kompetenzen und den verschiedenen angebotenen Benefits im Inserat mehr Platz einräumen als der Beschreibung des Unternehmens selbst.

9. Nach Perfektion suchen

Sie haben für sich bereits die Traumkandidatin oder den Traumkandidaten definiert. Die Person soll die besten Schulen besucht haben, keine Stunden zählen, sechs Sprachen sprechen und die Arbeit für einen unterdurchschnittlichen Lohn leisten. Das Problem ist, dass es dieses Profil nicht gibt, also wird Ihre Suche erfolglos bleiben. Seien Sie realistisch und akzeptieren Sie, dass Bewerbende nicht perfekt sein müssen. Manche Profile bilden sich auch erst im Laufe der Jahre. Sie können die Fähigkeiten Ihrer Mitarbeitenden auch fördern, indem Sie z. B. Weiterbildungen anbieten. Wenn Sie die Messlatte für die Anforderungen im Jobinserat zu hoch ansetzen, könnten Sie viele potenzielle Kandidat*innen abschrecken.

10. Auf einen Kanal setzen

Ihr Stelleninserat ist bereit zur Veröffentlichung, einen Mausklick später ist es auf Ihrer Website gut sichtbar. Die Tage vergehen, aber Sie erhalten leider keine Bewerbungen. Vielleicht ist Ihr Kommunikationskanal einfach nicht der richtige. Um zufriedenstellende Rückmeldungen zu erhalten, ist es empfehlenswert, mehrere Kanäle zu nutzen. Soziale Netzwerke, Jobportale, die eine Vielzahl von Stellenangeboten veröffentlichen, oder auch die traditionelle Presse sind oft die beliebtesten Plattformen für Stellensuchende.

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