Arbeitsmarkt-Studie: so erreichen Sie mehr passende Bewerbende

Bewerbende erreichen

JobCloud hat in seiner aktuellen Arbeitsmarkt-Studie über das Verhalten von Jobsuchenden herausgefunden, was die Gründe sind, warum sich diese für einen neuen Job bewerben. Daraus können von Rekrutierenden Rückschlüsse gezogen werden, wie sie mehr Bewerbende erreichen können und was sie von Bewerbenden erwarten können.

Angemessener Lohn und berufliche Veränderung sind gefragt

Bei der Arbeitsmarkt-Studie wurden 1’300 aktiv und passiv Jobsuchende in der Schweiz nach ihren Gründen gefragt, warum sie sich nach einer neuen Stelle umgesehen. Als Hauptgrund wird genannt, mehr Geld verdienen zu wollen. Gleich danach kommt der Wunsch nach einer beruflichen Veränderung. Aber auch eine unpassende Firmenkultur, eine unzureichende Work-Life-Balance sowie ein uninteressantes Aufgabengebiet werden vielfach als Motiv für die Jobsuche genannt.

Gründe für die Jobsuche

Sorgen Sie also dafür, den Mitarbeitenden einen marktgerechten Lohn zu bieten und seien Sie bereit zu Überbezahlung, wenn die Person besonders gefragte Skills mit sich bringt. Wenn Ihre finanziellen Möglichkeiten jedoch eingeschränkt sind, besteht die Möglichkeit, sich durch attraktive Benefits von der Konkurrenz abzuheben. Geben Sie diese bereits auf dem Stelleninserat bzw. auf Ihrer Karrierewebsite bekannt, um so Jobsuchende zu einer Bewerbung bei Ihnen zu motivieren. Bringen Sie auf Ihrer Website bzw. auf Ihren Stelleninseraten Ihre Firmenkultur bereits zum Ausdruck. Zeigen Sie Bilder vom Team und auch Videos, damit sich die potenzielle Mitarbeitende bereits ein Bild machen können, ob sie zu Ihnen passen können. Besonders gefragt sind aktuell übrigens eine Du-Kultur sowie ein lockerer Kleidungsstil in Verbindung mit Flexibilität auf die Arbeitszeiten.

Pendelzeit wird in Kauf genommen

Die JobCloud-Arbeitsmarkt-Studie 2021 zeigt, dass über 90% aller Personen bereit sind, länger als 20 Minuten an ihren Arbeitsort zu pendeln. In der Deutschschweiz ist die Bereitschaft zu einer längeren Pendelzeit sogar noch grösser. Während in der Deutschschweiz etwas weniger als zwei Drittel (59%) aller Befragten Pendelwege von 40 Minuten und mehr auf sich nehmen würden, sind es in der Romandie weniger als die Hälfte (44%), die solche Strecken im Auto, ÖV oder auf dem Velo so lange zur Arbeit fahren würden. Durchschnittlich sind Stellensuchende bereit, täglich rund 47 Minuten zu pendeln. 

In der Deutschschweiz ist man bereit, länger zu pendeln

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Es kann sich also als sinnvoll erweisen, wenn Sie bei Ihren Rekrutierungen den geographischen Raum etwas ausweiten und nicht nur in lokalen Jobportalen oder Medien Ihre Inserate veröffentlichen. Sorgen Sie dafür, dass Sie als Arbeitgeber gut erreichbar sind. Machen Sie potenzielle Mitarbeitende bereits am Anfang darauf aufmerksam, dass es bei Ihnen eine gute Anbindung mit dem ÖV gibt, oder lassen Sie es sie wissen, wenn Sie Gratisparkplätze zur Verfügung stellen. Es kann auch ein sinnvoller und nachhaltiger Benefit sein, den Mitarbeitenden Velos zur Verfügung zu stellen oder das ÖV-Abo bzw. einen Teil davon zu zahlen.

Eine Kombination aus Homeoffice und Tätigkeit am Arbeitsplatz

Was überrascht: Die Möglichkeit, im Home Office oder «remote» zu arbeiten, ist für 24% der Befragten irrelevant und nur für 15% «sehr wichtig». Auf der Stellensuche ist Remote Working nicht das Top-Kriterium. Jedoch kann es später im Bewerbungsprozess das Zünglein an der Waage sein, wenn sich Arbeitnehmende für Unternehmen A oder B entscheiden. Wenn Sie Ihren Mitarbeitenden regelmässig die Möglichkeit zum Homeoffice bieten, kann sich Ihr Pool an möglichen Kandidat*innen wesentlich erhöhen.

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Jobportale sind bei den Jobsuchenden am beliebtesten 

Wenn es darum geht, wo sich Jobsuchende am ehesten nach einem Job umsehen, sind Jobportale noch ungeschlagen die Nummer 1. So haben sich über 70% der aktiv und passiv Jobsuchenden auf Jobportalen nach einer neuen Stelle umgesehen. Etwa die Hälfte haben auch Firmenwebsites herangezogen und ca. 40% haben auch persönliche Kontakte für die Jobsuche genutzt. Ein genauer Blick zu den Jobportalen zeigt, dass jobs.ch die beliebteste Website für die Jobsuche ist. So kennen über 90% der Jobsuchenden jobs.ch und nutzt ein Grossteil dieses Portal.

Was heisst das nun für Ihre Rekrutierungen? Setzen Sie weiterhin auf Jobportale, um dort Ihre Jobs zu inserieren und wählen Sie dabei Portale mit grosser Reichweite. Sorgen Sie aber auch dafür, dass Sie eine gut aufgebaute Firmenwebsite haben, in der die User*innen Ihre Jobinserate finden und mehr über Sie als attraktiver Arbeitgeber herausfinden. Wenn Sie dann auch Ihre Mitarbeitenden informieren, dass Sie auf der Suche nach neuen Mitarbeitenden sind und vielleicht sogar ein Mitarbeiterempfehlungsprogramm nutzen, dann haben Sie bereits einen guten Rekrutierungs-Mix, um passende Kandidat*innen zu erreichen.

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