10 Tipps an KMU für Employer Branding

Viele Fachkräfte und Talente möchten vor allem für grosse und bekannte Unternehmen arbeiten. Warum eigentlich? Diese Unternehmen haben es geschafft, sich als beliebte Arbeitgeber zu positionieren. Haben bei diesem Kampf um die besten Talente auch kleinere Unternehmen eine Chance? Die Antwort lautet ja. Durch gezieltes Employer Branding, welches auch für KMU erfolgreich sein kann.

Bei Employer Branding geht es darum, dass ein Unternehmen durch eine spezifische Unternehmenskultur und attraktive Arbeitsbedingungen im Umfeld und bei potenziellen Mitarbeitenden als interessanter Arbeitgeber angesehen wird. Durch das Erstellen einer Arbeitgebermarke fällt es leichter, Talente anzuziehen und diese somit nicht an die Konkurrenz zu verlieren. Folgende 10 Tipps sollen helfen, um eine erfolgreiche Employer-Branding-Strategie einzuführen

1. Eine Ist-Analyse durchführen

Bevor Sie mit einer Employer-Branding-Strategie starten, lohnt es sich, zu analysieren, wie Ihr Unternehmen derzeit als Arbeitgeber gesehen wird. Was zeichnet das Unternehmen aus, wo gibt es Verbesserungspotenzial? Führen Sie etwa eine Befragung unter den Mitarbeitenden durch, um dies zu eruieren. Auch Kunden oder Lieferanten können nützlich sein, um festzustellen, wodurch sich das Unternehmen auszeichnet. Diese können Ihnen bestimmt sagen, was sie im Vergleich zu einer bekannten Marke oder zu einem grossen Unternehmen auszeichnet.

2. Optimierungsmöglichkeiten finden

Überlegen Sie sich, was in Ihrem Unternehmen gerade nicht gut läuft und wie Sie die Mitarbeitenden zufriedener machen und die Arbeitsatmosphäre verbessern könnten. Wie könnte die Firmenkultur verbessert werden, gibt es Optimierungspotenzial bei der Kommunikation oder bei diversen Arbeitsprozessen?

3. Eine Strategie entwickeln

Um sich dauerhaft als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren, braucht es eine Strategie. Was wollen bzw. können Sie in den nächsten Monaten bzw. in den nächsten Jahren erreichen? Stellen Sie sicher, dass Sie an einigen Projekten und Optimierungen arbeiten, seien Sie aber auch nicht überehrgeizig und setzen Sie sich keine Ziele, die für das Unternehmen sowieso nicht erreichbar sind. Erstellen Sie ein konkretes und dauerhaftes Konzept – und halten Sie sich daran.

4. Die Mitarbeitenden als Botschafter nutzen

Wer weiss besser, wie das Arbeiten in Ihrem Unternehmen ist, als die eigenen Mitarbeitenden? Wenn die Mitarbeitenden eine angenehme Arbeitskultur vorfinden, mit der Vergütung und den Benefits zufrieden sind und gerne bei Ihnen arbeiten, dann werden Sie dies auch ihrem Umfeld kommunizieren und so die beste Werbung für Sie als Arbeitgeber machen. Kein erfolgreiches Employer Branding ohne glückliche Mitarbeitende.

5. Nachhaltig sein

Es ist nicht damit getan, wenn Sie einmal Ihre Benefits anpassen und die Stelleninserate optimieren. Damit Employer Branding für Ihr Unternehmen dauerhaft etwas nützt, sollte die Strategie nachhaltig geplant sein. Dazu sollen definierte Massnahmen regelmässig kontrolliert und die Strategie gegebenenfalls angepasst werden. Ausserdem ist eine konsequente Umsetzung der Massnahmen von grosser Wichtigkeit.

6. Ressourcen zur Verfügung stellen

Am Anfang bedarf es finanzieller und menschlicher Ressourcen, um an verschiedenen «Employer-Brand-Baustellen» im Unternehmen zu arbeiten. Stellen Sie sicher, dass Employer Branding zu einem fixen Bestandteil in Ihrem Unternehmen wird und legen Sie eine Person fest, die dafür die Verantwortung übernimmt. Diese Investition macht sich gewöhnlich bezahlt: Ein gutes Employer Branding sorgt dafür, dass sich mehre passendere Kandidaten bei Ihnen bewerben und so können Rekrutierungskosten gesenkt werden

7. Authentische Kommunikation

Kommunikation ist für ein erfolgreiches Employer Branding besonders wichtig. Stellen Sie Ihr Unternehmen so dar, wie es wirklich ist. Es nützt nichts, wenn Sie in Stelleninseraten, auf der Karrierewebsite oder in den sozialen Medien Ihr Unternehmen mit den schönsten Worten schmücken und den Eindruck erwecken, bei Ihnen sei alles perfekt, wenn dem gar nicht so ist. Stellen Sie sich so dar, wie Sie wirklich sind und übertreiben Sie nicht. Authentizität ist ein Schlüssel für erfolgreiches Employer Branding.

8. Alleinstellungsmerkmale nutzen

Was macht Ihr Unternehmen einzigartig? Gibt es besonders flache Hierarchien, ist der Team Spirit besonders ausgeprägt, haben die Mitarbeitenden besonders viel Gestaltungsmöglichkeiten oder organisiert das Unternehmen besonders lustige Teamausflüge? Oder sind Sie besonders regional verankert? Hier finden Sie bestimmt etwas, was Sie im Gegensatz zu bekannten Grossunternehmen und/oder gegenüber ihrer Konkurrenz auszeichnet. Kommunizieren Sie genau diese Alleinstellungsmerkmale – in Stelleninseraten, auf der Karrierewebsite oder in Ihren Social-Media-Auftritten.

9. Geschäftsleitung miteinbeziehen

Kein Employer Branding funktioniert auf Dauer, wenn es nicht auch vom Management und vom Chef bzw. der Chefin unterstützt wird. Nur wenn die entsprechenden Werte von der Unternehmensführung Rückendeckung erhalten und gelebt werden, wird es gelingen, diese im Unternehmen zu verankern.

10. Karrierewebsite und Arbeitgeberprofil auf jobs.ch erstellen

80% der Mitarbeitenden informieren sich über die Stelle, bevor Sie sich bewerben. Umso wichtiger ist es, dass Sie auf Ihrer Website – idealerweise in einem eigenen Karrierebereich – das Arbeiten in Ihrem Unternehmen darstellen. Stellen Sie das Team vor, zeigen Sie Fotos von diversen Teamausflügen, schildern Sie, wie die Arbeitsatmosphäre ist und was das Arbeiten bei Ihnen ganz besonders macht. Um an Ihrem Employer Brand zu arbeiten, haben Sie die Möglichkeit, auf jobs.ch kostenlos ein Firmenportrait zu erstellen.

So nützt Ihnen Employer Branding

Ein erfolgreiches Employer Bradning Branding bringt auch für Sie als KMU einige Vorteile mit sich:

  • Die Rekrutierungskosten sinken: Attraktive Arbeitgeber finden einfach und schneller die passenden Talente
  • Besseres Matching: Die Mitarbeitenden identifizieren sich mit dem Unternehmen, und Arbeitgeber und Arbeitnehmer passen daher besser zusammen.
  • Mitarbeitende bleiben länger im Unternehmen: Wenn sich Mitarbeitende im Unternehmen wohl fühlen, kann für eine längerfristige Mitarbeiterbindung gesorgt werden.
  • Geringe Trainingskosten: Da Mitarbeitende gewöhnlich länger in Unternehmen bleiben, geht weniger Know-how verloren und muss weniger in Trainings investiert werden.
  • Höhere Effizienz: Die Produktivität von motivierenden Mitarbeitenden ist gewöhnlich höher
  • Höheres Ansehen des Unternehmens: ein attraktiver Arbeitgeber geniesst nicht nur bei (potenziellen) Mitarbeitenden ein höheres Image, sondern auch bei Kunden oder Lieferanten.
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