Die Zahlen sprechen für sich: 99 Prozent der Schweizer Bevölkerung nutzen das Internet, rund drei Viertel sind täglich in sozialen Medien aktiv. Im deutschsprachigen Raum setzen bereits 63 Prozent der Unternehmen Social Media zur Personalbeschaffung ein. Wer dort nicht präsent ist, lässt einen grossen Teil des Talentpools ungenutzt – insbesondere erfahrene Fachkräfte, die sich selten aktiv auf Stellenportalen umsehen.
Im Product Webinar „Sourcing and Social Recruiting» stellten wir zwei JobCloud-Produkte vor, mit denen Unternehmen gezielt auch passiv suchende Fachkräfte ansprechen können: Social Media Recruiting und Active Sourcing. Moderiert von Julia Hofstetter (Marketing Communication Managerin), präsentierten Christoph Müller (Verkauf) und Arno Kempf (Produkt) die beiden Angebote samt einem konkreten Praxisbeispiel.
Was ist Social Media Recruiting?
Mit einer gezielten Kampagne auf Meta-Plattformen wie Instagram und Facebook wollen wir Bewerbende in Ihrer Region erreichen. Über eine Lead-Kampagne werden Nutzerinnen und Nutzer mit ansprechendem Bild- und Videomaterial direkt aus dem Arbeitsalltag angesprochen und auf eine Landingpage geführt.
Dort wartet kein klassisches Bewerbungsformular, sondern ein kurzes Job-Quiz mit drei bis fünf Fragen. Diese Vorselektion anhand von Hard Skills – etwa Sprachkenntnisse oder erforderliche Diplome – sorgt dafür, dass nur passende Kandidatinnen und Kandidaten den Weg in den Posteingang finden. Danach übernimmt das JobCloud-Team die telefonische Aktivierung und holt den CV ein, bevor die vorqualifizierte Bewerbung an das Unternehmen weitergeleitet wird.
Praxisbeispiel: Burghof Pestalozzi
Wie das in der Praxis aussieht, zeigte das Beispiel der Jugendstätte Burghof Pestalozzi. Die soziale Institution mit rund 70 Mitarbeitenden suchte eine Lehrperson für die Sekundarstufe I und II – in einem Markt mit hohem Fachkräftemangel und einem bislang auf aktiv Suchende beschränkten Recruiting-Mix.
Mit Social Media Recruiting gelang die Besetzung innerhalb von fünf bis sechs Wochen. Die Kampagne erreichte rund 92’000 Personen und brachte 26 vorqualifizierte Bewerbungen. Als positiver Nebeneffekt ist, dass die Sichtbarkeit als Arbeitgeber über die ausgeschriebene Stelle hinaus stieg – auch für weitere Positionen wurden Interessenten gewonnen.
Was kostet eine Social Media Recruiting-Kampagne?
Wir offerieren eine Kampagne zum Fixpreis – inklusive Vorarbeit, Ad-Spend, Nacharbeit und einem ausführlichen Reporting mit Kennzahlen. Ebenso enthalten ist unser bestplatziertes Stelleninserat für die maximale Reichweite. Die Laufzeit beträgt 30 Tage, bezieht sich auf eine konkrete Stelle und kostet 3’990 Franken; bei eng verwandten Profilen lassen sich Kampagnen kombinieren. Eine Verlängerung ist gegen Rabatt jederzeit möglich.
Active Sourcing als Ergänzung
Wer zusätzlich eine tiefere Prüfung der Soft Skills und eine persönliche Begleitung der Kandidatinnen und Kandidaten wünscht, findet im Active Sourcing eine sinnvolle Ergänzung. Persönliche Recruiterinnen und Recruiter arbeiten dabei 30 Tage lang mit professioneller Direktansprache, wöchentlichem Austausch und laufender Optimierung der Suchstrategie. Zur Wahl stehen ein Flat-Fee-Modell für planbare Kosten oder ein performancebasiertes Modell mit Search- und Hiring-Fee.
Fazit
Beide Produkte zielen darauf ab, die Reichweite über die klassische Stellenanzeige hinaus zu erweitern und gezielt passiv suchende Fachkräfte zu erschliessen und das branchenunabhängig. Wie das Beispiel Burghof Pestalozzi zeigt, lässt sich so auch in umkämpften Märkten mit kleinem Kandidatenpool innerhalb weniger Wochen eine erfolgreiche Besetzung erzielen.





