Der erste jobs.ch KI Report (jobs.ch gehört zu JobCloud) analysiert 7,3 Millionen Stelleninserate sowie Befragungen von über 4’400 Arbeitnehmenden und Unternehmen in der Schweiz. Seit dem Durchbruch generativer KI ist der Anteil von Einstiegspositionen in KI-exponierten Berufen um 32 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften in Branchen wie Gesundheitswesen, Bau und Handwerk hoch. Besonders junge Arbeitnehmende zeigen Verunsicherung: 41 Prozent der unter 25-Jährigen befürchten, durch KI beruflich an Relevanz zu verlieren.
Die wichtigsten Ergebnisse des jobs.ch KI Reports
Der Schweizer Arbeitsmarkt verändert sich mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz. Der erste jobs.ch KI Report untersucht anhand von 7,3 Millionen Stelleninseraten auf jobs.ch, jobup.ch und JobScout24.ch, wie sich die Nachfrage nach Arbeitskräften seit dem Durchbruch generativer KI entwickelt hat. Ergänzt wird die Analyse durch Befragungen von über 3’600 Arbeitnehmenden und rund 850 Unternehmen in der Schweiz.
Die Ergebnisse zeigen Veränderungen insbesondere beim Berufseinstieg in Büro- und Wissensberufen. Während der Anteil von Einstiegspositionen in KI-exponierten Berufen zurückgeht, bleibt die Nachfrage nach erfahrenen Fachkräften hoch. Gleichzeitig geben viele junge Arbeitnehmende an, sich Sorgen über die Auswirkungen von KI auf ihre berufliche Zukunft zu machen.
Der Anteil von Einstiegspositionen in KI-exponierten Berufen ist seit dem Durchbruch generativer KI um 32 Prozent zurückgegangen.
Besonders betroffen sind Tätigkeiten in Marketing, Administration, Finanzen und IT.
41 Prozent der unter 25-jährigen Arbeitnehmenden geben an, sich Sorgen zu machen, durch KI beruflich an Relevanz zu verlieren.
Der Fachkräftemangel bleibt in Gesundheitswesen, Bau, Handwerk und technischen Berufen ausgeprägt.
Pflegefachkräfte sind 8-mal schwieriger zu rekrutieren als noch 2023.
KI-Kompetenzen werden in Stelleninseraten zunehmend auch ausserhalb klassischer IT-Berufe nachgefragt.
Veränderungen beim Berufseinstieg durch KI
Die Analyse zeigt, dass sich die Nachfrage nach Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern in KI-exponierten Berufen verändert hat. Im Vergleich zum Zeitraum vor dem Durchbruch generativer KI ist der Anteil entsprechender Junior-Positionen um 32 Prozent zurückgegangen.
Betroffen sind insbesondere Büro- und Wissensberufe, in denen einzelne Aufgaben heute durch KI unterstützt oder teilweise automatisiert werden können.
«Wer heute ins Berufsleben einsteigt, trifft auf einen anderen Arbeitsmarkt als noch vor wenigen Jahren. KI übernimmt zunehmend Aufgaben, die lange als klassische Einstiegsarbeit galten. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, ob Arbeit verschwindet, sondern wie Menschen künftig Berufserfahrung aufbauen», sagt Marco Bertoli, CEO von JobCloud.
Gleichzeitig suchen Unternehmen weiterhin erfahrene Fachkräfte. Die Daten deuten darauf hin, dass sich Anforderungen und Erwartungen in einzelnen Berufsfeldern verändern und Arbeitgeber verstärkt nach Profilen suchen, die rasch produktiv eingesetzt werden können.
AI FOBO: Verunsicherung bei jungen Arbeitnehmenden
Parallel zur Analyse der Stelleninserate wurde untersucht, wie Arbeitnehmende die Auswirkungen von KI einschätzen. Dabei zeigt sich eine erhöhte Verunsicherung bei jüngeren Altersgruppen.
41 Prozent der unter 25-Jährigen geben an, sich Sorgen zu machen, durch KI beruflich an Bedeutung zu verlieren. In der internationalen Diskussion wird dieses Phänomen als «AI FOBO» («Fear of Becoming Obsolete») bezeichnet.
«Wenn vier von zehn jungen Arbeitnehmenden befürchten, beruflich an Relevanz zu verlieren, ist das nicht primär ein Technologie-Thema. Es ist eine Frage von Ausbildungsangebot, Weiterbildung und Perspektiven», so Bertoli.
Fachkräftemangel bleibt bestehen
Während sich die Situation in einzelnen Büro- und Wissensberufen verändert, bleibt der Bedarf an Fachkräften in anderen Bereichen hoch. Besonders im Gesundheitswesen, im Bau, im Handwerk sowie in technischen Berufen bestehen weiterhin Rekrutierungsengpässe.
Der Report zeigt damit, dass die Auswirkungen von KI je nach Berufsfeld unterschiedlich ausfallen. Während sich Tätigkeiten und Kompetenzanforderungen in einzelnen Bereichen verändern, bleibt die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften in vielen Berufen bestehen.
Was die Ergebnisse für Schweizer Arbeitgeber bedeuten
Der Schweizer Arbeitsmarkt verändert sich nicht einheitlich. Während KI bestimmte Aufgaben in Büro- und Wissensberufen beeinflusst und damit den Berufseinstieg erschwert, bleibt der Fachkräftemangel in zahlreichen Branchen bestehen.
Für Arbeitgeber bedeutet dies, dass neben technologischen Entwicklungen weiterhin Investitionen in Ausbildung, Weiterbildung und die langfristige Entwicklung von Mitarbeitenden entscheidend bleiben. Gleichzeitig gewinnen KI-Kompetenzen zunehmend an Bedeutung und werden auch ausserhalb klassischer IT-Berufe verstärkt nachgefragt.
Der Text und das Bild dieses Artikels wurde mit Unterstützung von KI erstellt.





