Vorteile im Rekrutierungsprozess mit Pay-per-Performance

 

„Pay-per-Perfomance“ (PPP) gewinnt im Rekrutierungsprozess von Unternehmen immer mehr an Bedeutung. Der PPP-Experte Arian Jafari erklärt im Interview, was genau hinter diesem Modell steckt und welche Vorteile es für Unternehmen bei der Veröffentlichung von Jobinseraten mit sich bringt.

Mathias Steger: Was ist Pay-per-Perfomance genau?

Arian Jafari: Pay-per-Performance oder abgekürzt PPP bedeutet wortwörtlich, dass die Abrechnung der Jobinserate per Leistung erfolgt. Im Gegensatz zum klassischen Inserat erfolgt die Abrechnung nach dem tatsächlich generierten Interesse der Stellenanzeige. Dieses Interesse wird von Anbietenden entweder durch Impressionen oder wie bei der Jobcloud durch Klicks gemessen und abgerechnet. Der Preis eines jeweiligen Klicks setzt sich aller Regel dynamisch durch Angebot und Nachfrage der jeweiligen Stellenanzeige zusammen.

Welche Technologie steht hinter Pay-per-Performance?

Inzwischen gibt es viele Technologien, die sich auf PPP spezialisiert haben. Wir bei Jobcloud setzen hierbei auf Joveo, eine Programmatic Job Advertising Platform. Programmatische Tools wie Joveo geben Rekrutierenden die Möglichkeit, sich agiler im Online-Stellenmarkt zu bewegen. Programmatic-Tools bieten Automatisierungen an, welche bei eintretenden Bedingungen automatisch ausgeführt werden – z. B. Klickpreisanpassungen oder das on- /offline-Schalten von einzelnen Stellen beim Erreichen einer bestimmten Bewerbungsanzahl.

Hat man mit PPP mehr Rekrutierungserfolge?

Um diese beantworten zu können, muss auf die Bedürfnisse geschaut werden. Sowohl beim klassischen Insertionsmodell als auch bei PPP bedienen wir uns einem grossen Partner-Netzwerk. Das PPP-Modell ist jedoch flexibler, um den sich eventuell ändernden Bedürfnissen der Rekrutierung gerecht zu werden. Im PPP wird ein Budgetrahmen für eine Anzahl Jobs definiert, welcher innerhalb eines Zeitraums flexibel ist. Hier haben die Rekrutierenden mehr Handlungsmöglichkeiten, um das Budget kurzfristig aufzustocken oder weitere Stellen ohne zusätzliche Bürokratie zu aufzuschalten.

Für welche Unternehmen eignet sich PPP?

Wir empfehlen PPP in der Regel Kunden und Kundinnen, die eine höhere Anzahl an Stellen zu besetzen haben, als Grossunternehmen oder grösseren mittelständischen Unternehmen mit einem Hang, ihre Talentacquisition datenbasiert auszurichten. Auch Personaldienstleistende profitieren vom PPP-Modell, da bei neuen Aufträgen schnelle Anpassungen notwendig sein können. In der Regel wird ein Gesamt- oder Teilbudget definiert, somit profitieren einzelne Stellen im PPP von einer bedarfsgerechten Kalkulation. Sollte eine Stelle mehr Nachfrage mit sich bringen und eine andere nicht, ist man im PPP durch eine schnelle Umverteilung gut aufgehoben. Kleinere Unternehmen profitieren durch weniger Stellenvolumen und selteneren Änderungen nicht zwangsläufig von der Flexibilität.

Aber kann Pay-per-Performance unter Umständen auch für Kleinunternehmen interessant sein?

PPP kann auch für Kleinunternehmen interessant sein, welche sich in einem starken Wachstum befinden. Durch die erwähnte Flexibilität können Rekrutierende sich schnell der aktuellen Nachfrage anpassen und so die Ausspielung ihrer Stellen kurzfristig erhöhen. In der Regel ist das PPP-Modell aber nicht für wenige oder einzelne Stellen geeignet, welche häufig von Kleinunternehmen geschaltet werden.

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Benötigen Rekrutierende ein grosses technisches Verständnis, um PPP nutzen und implementieren zu können?

Rekrutierende benötigen kein technisches Vorwissen. Unser Team steht jedem Kunden und jeder Kundin zur Verfügung und unterstützt sowohl beim Set-up als auch in der fortgehenden Betreuung der Stellenanzeigen. Jobcloud bietet ausserdem mit seinem eigenständigen PPP-Tech-Team einen zugeschnittenen Onboarding Service bei der technischen Anbindung an.

Was sind die Vorteile von PPP-Jobinseraten?

Das Inserat muss sich nicht unbedingt vom klassischen Inserat unterscheiden. Häufig verwenden Firmen jedoch bei PPP Jobinseraten standardisierte Layouts. Diese haben den Vorteil, dass sie besser konvertieren. Viele unserer Analysen, aber auch die der Konkurrenz zeigen das deutlich. Grund hierfür ist, dass Bewerbende schnell die wichtigsten Informationen an der gleichen Stelle finden und nicht erst nach Dingen wie Anforderungen oder dem Bewerben-Button suchen müssen.

Gibt es auch Nachteile bei Pay-per-Performance?

Nachteile per se gibt es keine. Ich würde jedoch sagen, dass das Einrichten einen minimalen Initialaufwand erfordert, den es bei den klassischen Produkten vielleicht nicht gibt. Damit Daten wie z. B. Bewerbungszahlen oder Conversions erhoben werden können, müssen diese Informationen an uns zurückgespielt werden.

Gibt es bei PPP aktuell interessante Trends und Entwicklungen?

Wie erwähnt, bieten Tools inzwischen programmatische Lösungen im PPP an. Diese helfen, manuelle Prozesse zu automatisieren und sich schneller anzupassen, wenn gewisse Ziele einer Stellenanzeige oder Kampagne erreicht worden sind. Auch der Trend weg von «dauerhaft online sein» zu «zur richtigen Zeit bei den richtigen Kandidaten online sein» ist etwas, was durch Pay-per-Performance nicht nur begünstigt, sondern gewollt ist.

Glaubst du, dass es in der Zukunft mehr PPP und keine klassischen Inserate mehr geben wird?

Die Entwicklung von klassischen Inseraten zu PPP geht in Europa und vor allem in der Schweiz etwas langsamer voran, als es zum Beispiel in den USA oder Grossbritannien der Fall ist. Trotzdem lassen sich einige Trends erkennen. Wir gehen aber nicht davon aus, dass das klassische Inserat ausstirbt, sondern vielmehr, dass beide Lösungen sich gut ergänzen und parallel existieren können.

Würdest du Unternehmen also empfehlen, PPP zu nutzen?

PPP, vor allem in Verbindung mit programmatischen Tools, ist eine spannende und flexible Lösung, die man ausprobieren sollte. Unsere Account Manager bei der Jobcloud helfen interessierten Unternehmen und Rekrutierenden gerne, gemeinsam die Vorteile einer solchen Lösung anzuschauen.

Arian JafariArian Jafari arbeitet seit acht Jahren mit dem Performance-Modell im DACH-Markt. Sein Hauptaugenmerk liegt besonders in der Zusammenarbeit mit Grosskunden und Personaldienstleistern. Seit zwei Jahren ist Arian Jafari als Head of Client Success Programmatic Sourcing bei der JobCloud tätig. Die wertvollen Daten die im Performance-Modell generiert werden, sieht er als Chance für Unternehmen, den Recruiting-Prozess weiterhin zu optimieren. Bei Fragen oder Interesse an PPP-Produkten können Sie das Team gerne per E-Mail an programmatic@jobcloud.ch kontaktieren.

 

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