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Zehn schlagende Argumente für ein gutes Human Resource Management des Human Capital

Humankapital – immer noch ein Unwort

Die wichtigste Ressource einer jeden Firma sind die Mitarbeitenden: das Human Capital. Es besteht aus dem Wissen, der Motivation, den Kenntnissen, dem Engagement, den Fähigkeiten und dem Können jedes einzelnen Mitarbeiters, welche eine Firma ausmachen. Ein weiteres Synonym findet man oft in der eher umgangssprachlichen Manpower.

Wer kümmert sich in einem Unternehmen um das Human Capital?

Das ist das Human-Resource-Management, auch Personalmanagement genannt und mit den Buchstaben HRM abgekürzt. Auch liest man immer wieder, dass Human Resource-Management mit der Abkürzung HR versehen wird (was jedoch faktisch falsch ist).

Human Capital sind also Ressourcen… OHA

Welche Begrifflichkeit! Hier sprechen wir doch von Menschen mit individuellen Bedürfnissen und Wünschen! 2004 wurde der Begriff „Humankapital“ zum Unwort des Jahres gewählt. Zu Recht, denn dieses Unwort klingt tatsächlich, als sei die Arbeitskraft Mensch ein rein ökonomisch interessanter Wert.

Jedes Unternehmen, jede Firma hat eine oder mehrere Personen, welche das Personalwesen organisieren, führen und betreuen. In kleinen Unternehmen sind es sogar die Geschäftsleiter, oftmals auch die Ehefrauen der Besitzer. In grösseren Unternehmen gibt es oft ganze Personalabteilungen, die sich um die vielfältigen Themengebiete als Spezialisten kümmern.

Aber was spricht nun für Human Resource Management (HRM)?

  1. Organisation – schlanke Prozesse etablieren: Die organisatorische wie administrative Personalverantwortlichkeit wird prozessorientiert gesteuert, geplant und begleitet. Und dies vom Ein- bis zum Austritt. Das wirkt nicht nur professionell, sondern führt zu schlanken Prozessen.Ein Unternehmen, das die Organisation des Human Resource Management überlegt plant, vermeidet nicht nur unnötige Zusatzkosten, sondern prägt auch wesentlich das interne wie externe Image.
  2. Personalbeschaffung – Qualifiziertes Personal gewinnen: Rekrutierungsprozesse werden organisiert, geplant, Selektionsinstrumente fachgerecht eingesetzt und Entscheidungen mit Sachlichkeit und geprüften Instrumenten unterstützt.
  3. Personaleinführung – Produktivität steigern: Gut eingeführtes Personal zeigt eine deutlich gesteigerte Produktivität auf. Mitarbeiter, die so eingeführt werden haben zudem eine längere Verweildauer. Daher ist die strukturierte Personaleinführung ein Schlüssel zu einem erfolgreichen, langlebigen Anstellungsverhältnis.
  4. Personalplanung – einen Schritt voraus: Mit einer überlegten Personalplanung gelingt es Unternehmen, den richtigen Mitarbeitenden am richtigen Ort (Funktion) zum richtigen Zeitpunkt und mit der entsprechenden Entlöhnung anzustellen.
  5. Personalführung – gleiche Vorraussetzungen schaffen: Linienvorgesetzte tragen die Verantwortung für die Personalführung. Ein HR sorgt dafür, dass diese neutral und im Sinne der Unternehmensführung begleitet/unterstützt werden. Die Einheitlichkeit der Prozesse und die Bereitstellung der Führungsinstrumente (z.B. Mitarbeitergespräche, Probezeitgespräch, Einführungspläne etc.) gehören ebenso zu einem guten HRM.
  6. Personalentwicklung – richtig investieren: Diese kann gezielt geplant, begleitet und organisiert durchgeführt werden. Gute Unternehmen wissen: Das Zweitteuerste in einem Unternehmen ist die Personalentwicklung. Das Teuerste ist, die Mitarbeitenden nicht zu entwickeln.
  7. Personalinformation – gute und zentrale Kommunikation: Am besten werden Personalinformationen zu allen personalrelevanten Themen durch ein professionelles HRM gesteuert. Hier sprechen wir nicht nur von den Personal-Ein- und -Aaustritten, sondern beispielsweise vom Spesenregelement, der Arbeitszeiterfassung etc. Mitarbeiter die rechtzeitig, klar, adressatengerecht mit relevanten Informationen versorgt werden, tragen Entscheidungen des Managements mit und die Gerüchteküche wird vermieden.
  8. Personalerhaltung – schätzen Sie ihr Human Capital: Gute Mitarbeitende müssen nicht nur entwickelt, sondern auch gehalten werden. Die Personalerhaltung kann nicht nur mit regelmässigen Gesprächen und guter Information, sondern auch mit der Einführung des Gesundheitsmanagements oder von sogenannten Fringe Benefits (Vergünstigungen SBB etc.) unterstützt werden.
  9. Personalbetreuung – Unterstützen Sie ihre Mitarbeiter: Neben der Personalerhaltung spielt die Personalbetreuung eine grosse Rolle. Sei es in der Begleitung von persönlichen Krisensituationen, gesundheitlichen Problematiken oder finanziellen Hürden. Hier zeigt sich die wahre Wertschätzung des Human Capitals eines Unternehmens.
  10. Personalfreistellung – klare Prozesse schaffen: Kündigungen, Freistellungen, Pensionierungen oder auch Vertragsaufhebungen sind Themen des HRM. Gerade im Austrittsprozess zeigt sich die Haltung eines Unternehmens. Daher ist die faire und prozessorientierte Personalfreistellung ein weiteres zentrales Thema.

Und was ist mit dem jungen Human Capital?

Der aktuelle Trend zeigt es nur zu deutlich auf: Immer öfter wechseln gerade jungen Mitarbeitende innerhalb von nur zwei Jahren ihre Arbeitsstelle. Nicht nur Personalverantwortliche tragen die Verantwortung, die richtigen Mitarbeitenden einzustellen, zu motivieren, zu entwickeln und zu halten, sondern jeder einzelne Vorgesetzte. Ob bei Start-ups oder traditionellen KMUs – es gilt: In der Zukunft macht es zunehmend den Unterschied, wie das Human Resource Management einer Firma gelebt wird.

Auch ein erster Blick auf das Organigramm sagt sehr viel über die Position dieser neutralen Stelle im HRM aus. Ist die Personalabteilung z.B. der Abteilung Finanzen unterstellt? Oder gar Stabsstelle, direkt dem CEO zugeteilt? Oder dem Bereich Administration angehangen? Mehr und mehr Bewerber setzen sich vor dem ersten Rekrutierungsgespräch mit dem Firmen-Organigramm auseinander. Je nach Zuordnung des HRM leiten sie die Wertigkeit des Human Capitals ab. Tatsächlich, eine Personalabteilung die im Organigramm als administratives Anhängsel untergeht, zeigt oft auch auf, welchen Stellenwert das Human Capital in diesem Unternehmen einnimmt.

Tipp: Auch ein Organigramm ist ein tolles Personalmarketinginstrument.

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