Bereit für den Lehrstart im August? Diese Checkliste hilft weiter

Das Onboarding von Lernenden legt einen wichtigen Grundstein

IN KÜRZE

Im August starten viele Lernende ihre Lehre. Für Lehrbetriebe ist eine gute Vorbereitung entscheidend. Diese Checkliste zeigt in 5 Bereichen, wie Sie Arbeitsplatz, Betreuung, Onboarding, rechtliche Vorgaben sowie die Zusammenarbeit mit Eltern und Berufsschule rechtzeitig organisieren. So schaffen Sie die Grundlage für einen erfolgreichen Lehrstart und fördern motivierte Fachkräfte von morgen.

Der August naht, und mit ihm der Start einer neuen Generation von Lernenden im Unternehmen. Erinnern Sie sich noch an Ihren Lehrbeginn? Eben. Es ist ein prägender Meilenstein im Leben eines oder einer Jugendlichen. Ob im Büro, in der Werkstatt, im Spital oder im Verkaufsgeschäft: Gut vorbereitet zu sein macht den Unterschied zwischen einem holprigen Start und einem vielversprechenden ersten Eindruck.

Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengestellt, damit der Lehrbeginn für alle Beteiligten reibungslos verläuft.

Warum die Vorbereitung wichtig ist

Lernende sind keine fertigen Arbeitskräfte. Sie kommen in den Betrieb, um ihren Beruf zu erlernen und gleichzeitig den Arbeitsalltag kennenzulernen. Ein gut vorbereiteter Lehrstart vermittelt von Beginn an Wertschätzung und zeigt, dass sich das Unternehmen auf die Zusammenarbeit freut.

Neben einem positiven ersten Eindruck erleichtert eine sorgfältige Vorbereitung auch die organisatorischen Abläufe. Arbeitsmittel, Zuständigkeiten und gesetzliche Vorgaben sollten bereits vor dem ersten Arbeitstag geklärt sein. So lassen sich unnötige Unsicherheiten vermeiden und Lernende können sich auf das Wesentliche konzentrieren, nämlich auf ihren Einstieg ins Berufsleben.

Checkliste zum Lehrstart

Bereich Vor dem ersten Arbeitstag sicherstellen
1. Arbeitsplatz Arbeitsplatz, Geräte, Logins, Software, Berufsbekleidung und Schutzausrüstung stehen vollständig bereit.
2. Betreuung Berufsbildner:in bestimmt, Einarbeitungsplan erstellt, Team informiert und wenn möglich Mentor:in definiert.
3. Onboarding Ersten Arbeitstag planen, Willkommenspaket vorbereiten, erste Aufgaben festlegen und Feedbackgespräch terminieren.
4. Rechtliches Betriebsreglement, Datenschutz, Vertraulichkeit und Jugendschutzbestimmungen kommunizieren.
5. Zusammenarbeit Austausch mit Eltern, Berufsschule und Organisation des Bildungsbericht-Systems sicherstellen.

Checkliste für einen erfolgreichen Lehrstart

1. Arbeitsplatz und Equipment vorbereiten

Am ersten Arbeitstag sollte alles einsatzbereit sein. Ein vorbereiteter Arbeitsplatz vermittelt Professionalität und erleichtert den Einstieg. Fehlende Zugänge oder Ausrüstung führen dagegen schnell zu Unsicherheit und einem unnötig holprigen Start. Das gilt selbstredend nicht nur für den Einstieg von Lernenden, sondern von sämtlichen Mitarbeitenden.

Arbeitsplatz einrichten: Schreibtisch, Werkbank oder Verkaufspult sollten vollständig vorbereitet und am ersten Arbeitstag nutzbar sein.
Tools und Zugänge organisieren: Computer, Login-Daten, E-Mail-Adresse, Telefonzugang, Software-Lizenzen sowie benötigte Arbeitsmittel müssen eingerichtet sein.
Berufsbekleidung bereitstellen: Sicherheitsschuhe, Arbeitskleidung oder weitere persönliche Ausrüstung sollten rechtzeitig bestellt und in der passenden Grösse verfügbar sein.
Sicherheitsvorkehrungen prüfen: Insbesondere in Werkstätten, Produktionsbetrieben oder Laboren müssen Schutzmassnahmen und persönliche Schutzausrüstung vollständig vorhanden sein.

„Eine gute Vorbereitung signalisiert: Wir nehmen dich ernst und freuen uns auf dich.“

2. Betreuung und Ausbildung sicherstellen

Eine gute fachliche und persönliche Begleitung ist entscheidend für einen erfolgreichen Lehrstart. Klare Zuständigkeiten und eine strukturierte Einführung geben Lernenden Orientierung und erleichtern die Integration ins Team.

Berufsbildner:in bestimmen: Legen Sie frühzeitig fest, wer die Hauptansprechperson für den oder die Lernende ist. Diese Person sollte ausreichend Zeit für die Ausbildung einplanen.
Einarbeitungsplan erstellen: Definieren Sie, welche Aufgaben, Abteilungen und Lernziele in den ersten Wochen im Mittelpunkt stehen. Ein strukturierter Ablauf schafft Sicherheit.
Team informieren: Alle Kolleg:innen sollten wissen, wann die lernende Person startet und welche Unterstützung sie in den ersten Wochen benötigt.
Mentor:in bestimmen: Eine zusätzliche Ansprechperson ausserhalb der eigentlichen Ausbildung kann den Einstieg erleichtern und Fragen im Arbeitsalltag unkompliziert beantworten.

3. Onboarding-Programm planen

Ein strukturierter Einstieg hilft Lernenden, sich rasch im Unternehmen zurechtzufinden. Die ersten Tage prägen den Eindruck vom Lehrbetrieb und schaffen die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Deshalb lohnt es sich, den Ablauf im Voraus sorgfältig zu planen.

Ersten Arbeitstag strukturieren: Planen Sie genügend Zeit für einen Rundgang durch den Betrieb, die Vorstellung des Teams sowie die Erklärung der wichtigsten Abläufe ein. Aber nicht zu viel auf einmal!
Willkommenspaket vorbereiten: Ein persönlicher Willkommensbrief, wichtige Informationen zum Unternehmen oder ein kleines Firmen-Goodie vermitteln Wertschätzung und erleichtern den Einstieg.
Erste Aufgaben definieren: Wählen Sie überschaubare Tätigkeiten, die Erfolgserlebnisse ermöglichen und den Lernenden Sicherheit im neuen Arbeitsumfeld geben.
Feedbackgespräch einplanen: Vereinbaren Sie bereits in der ersten Woche einen kurzen Austausch. So lassen sich offene Fragen klären und zusätzlicher Unterstützungsbedarf frühzeitig erkennen.

4. Rechtliches und Formales nicht vergessen

Neben der fachlichen Vorbereitung müssen auch administrative und gesetzliche Anforderungen erfüllt sein. Werden diese Punkte frühzeitig geklärt, erhalten Lernende Orientierung und der Lehrbetrieb schafft die Voraussetzungen für einen reibungslosen Ausbildungsstart.

Betriebsreglement erläutern: Arbeitszeiten, Pausenregelungen, Ferien, Krankmeldungen sowie interne Weisungen sollten von Beginn an verständlich erklärt werden.
Datenschutz und Vertraulichkeit thematisieren: Je nach Branche müssen Lernende wissen, welche Informationen vertraulich sind und wie mit personenbezogenen oder sensiblen Daten umzugehen ist.
Jugendschutzbestimmungen beachten: Für Lernende unter 18 Jahren gelten besondere Vorgaben zu Arbeitszeiten, Nacht- und Sonntagsarbeit sowie zu bestimmten gefährlichen Tätigkeiten. Diese gesetzlichen Bestimmungen müssen eingehalten werden.

5. Kommunikation mit Eltern und Berufsschule

Ein erfolgreicher Lehrstart endet nicht an der Unternehmenstür. Der regelmässige Austausch mit Eltern und Berufsschule unterstützt die Entwicklung der Lernenden und hilft dabei, Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu finden.

Kontakt zu den Eltern aufnehmen: Ein kurzer persönlicher Austausch vermittelt Professionalität und schafft Vertrauen. Gerade zu Beginn der Lehre schätzen viele Eltern eine offene Kommunikation.
Zusammenarbeit mit der Berufsschule koordinieren: Klären Sie Schultage, überbetriebliche Kurse (üK) sowie die wichtigsten Ansprechpersonen frühzeitig, damit Ausbildung und Schulunterricht optimal aufeinander abgestimmt sind.
Bildungsbericht-System einrichten: Planen Sie regelmässige Standortgespräche und dokumentieren Sie die Entwicklung der Lernenden kontinuierlich. Ein klar definiertes System erleichtert die Ausbildungsbegleitung und erfüllt gleichzeitig die gesetzlichen Anforderungen.

Gute Vorbereitung zahlt sich aus

Ein gelungener Lehrstart entsteht durch sorgfältige Planung, klare Zuständigkeiten und eine wertschätzende Begleitung. Die Vorbereitung von Arbeitsplatz, Betreuung, Onboarding und organisatorische Abläufe schafft die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung.

Davon profitieren alle Beteiligten: Lernende gewinnen Sicherheit und Motivation, Teams erleben einen reibungslosen Einstieg und Unternehmen investieren nachhaltig in ihre zukünftigen Fachkräfte. Nutzen Sie die Checkliste als Orientierung, damit dem Lehrstart im August nichts mehr im Weg steht.

Häufige Fragen

Wann sollte die Vorbereitung für den Lehrstart beginnen?

Idealerweise beginnen Lehrbetriebe mehrere Wochen vor dem ersten Arbeitstag mit der Vorbereitung. So bleibt genügend Zeit, Arbeitsmittel bereitzustellen, Zuständigkeiten festzulegen und organisatorische Fragen zu klären.

Welche Rolle spielt der oder die Berufsbildner:in?

Der oder die Berufsbildner:in begleitet die Lernenden fachlich und persönlich, plant die Ausbildung und ist die wichtigste Ansprechperson während der gesamten Lehrzeit.

Warum ist ein strukturierter Einarbeitungsplan wichtig?

Ein klarer Plan gibt Lernenden Orientierung, reduziert Unsicherheiten und sorgt dafür, dass wichtige Ausbildungsinhalte systematisch vermittelt werden.

Sollten Eltern und Berufsschule in den Lehrstart einbezogen werden?

Ja. Eine offene Kommunikation mit Eltern sowie eine gute Abstimmung mit der Berufsschule unterstützen einen erfolgreichen Ausbildungsstart und erleichtern die Zusammenarbeit während der gesamten Lehre.

Der Text dieses Artikels wurde mit Unterstützung von KI erstellt.

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