Student und Freelancer – die Brücke zwischen Studium und Arbeitsleben

freelancerFachkräfte sind gefragt! Heutzutage suchen Unternehmen junge Mitarbeiter mit frischen Ideen, die flexibel mit anpacken können. Wer denkt, das sei zu unrealistisch, der irrt. Denn genau diese Anforderungen erfüllen angehende Akademiker bereits während des Studiums. Studenten sind oftmals auf der Suche nach einer Möglichkeit, neben dem Studium Geld zu verdienen. Besonders die Umstellung auf Bachelor und Master erschwert es vielen, einen herkömmlichen Nebenjob anzunehmen.
Daher schauen sich immer mehr Studierende nach alternativen Jobmöglichkeiten um. Eine gute Möglichkeit, die sich immer grösserer Beliebtheit erfreut, ist die Heimarbeit. Bekannt dürfte wohl aber eher der Begriff Freelancer sein. Diese Entwicklung bietet auch für Schweizer Unternehmen einiges an Chancen.
Flexibilität als Stärke
Der grösste Vorteil von freiberuflicher Arbeit ist die freie Zeiteinteilung. Davon profitieren nicht zuletzt Unternehmen, die bestimmte Tätigkeiten outsourcen möchten oder auch aufgrund des Fachkräftemangels müssen. Ein Student kann jedoch diese Aufgaben flexibel am Abend oder in der vorlesungsfreien Zeit erledigen – wann immer es gerade passt. Darüber hinaus sind studentische Freelancer auch an den Wochenenden bereit und motiviert zu arbeiten. Zeitliche Engpässe sowie Abgabedruck bei diversen Dienstleistungen lassen sich durch die Kooperation mit einem Freelancer reduzieren.
Studenten sind ein guter Kompromiss, wenn es um qualifizierte Hilfskräfte geht. So wurde die Theorie häufig bereits vermittelt und kann in Form eines freiberuflichen Nebenjobs direkt in die Praxis umgesetzt werden. Unternehmen ermöglichen es daher angehenden Fachkräften, bereits während des Studiums wertvolle Berufserfahrung zu sammeln.
Für Unternehmen birgt diese Zusammenarbeit jedoch auch Risiken, sollte der Student seine Arbeit nicht wie vereinbart abliefern oder aufgrund von Prüfungen ausfallen. Und auch für den Studenten kann bei schlechter Planung das Studium leiden. Ein wichtiges Kriterium ist daher für das Anstellen eines studentischen Freelancers dessen Eigendisziplin. Auch wenn es scheint, dass die Freelancer-Arbeit frei ausgeübt werden kann, so ist dennoch ein Zeitplan für beide Parteien essenziell, um beides – Studium und Beruf – unter einen Hut zu bekommen.
Gut überlegt
Die Beschäftigung als freier Mitarbeiter kann sich für Studenten und Unternehmen durchaus lohnen. Denn beide profitieren von einer guten Zusammenarbeit. Wichtig ist aber, dass auch an die entsprechende Vorbereitung gedacht wird. Dadurch lassen sich typische Fehler von Anbeginn vermeiden. Folgende Überlegungen sind dabei für Unternehmer hilfreich:

  • Wie viel Zeit darf die Arbeit neben dem Studium in Anspruch nehmen?
    Nicht zu vergessen ist bei all dem Tatendrang, dass der primäre Fokus des Studenten auf dem Studium liegen sollte. Es gilt, realistisch einzuschätzen, welche Zeit nebenher für die Arbeit entbehrt werden kann. Im Rahmen eines ehrlichen Gesprächs lassen sich vorab realistische Arbeitszeiten sowie Aufgaben vereinbaren.
  • Wie viel ist die studentische Leistung tatsächlich wert?
    Studenten sind sozusagen Berufseinsteiger. Daher liegt das Gehalt meist unter dem Branchendurchschnitt. Es gilt jedoch, einen angemessenen und fairen Preis zu vereinbaren. Studentische Hilfskräfte können kostengünstig sein, sollten aber keinesfalls ausgenutzt werden. Häufig wird auf Stundenbasis bezahlt. Der Student stellt dem Unternehmen seine Dienste abschliessend in Rechnung.
  • Welche Aufgaben können Studenten übernehmen?
    Oftmals suchen sich Studenten Jobs in Branchen, in denen sie später Fuss fassen möchten. Das heisst, dass grundlegende Aufgaben vom Studenten übernommen werden können. Recherchearbeiten oder auch Schreibarbeiten lassen sich darüber hinaus im Auftrag in Heimarbeit ausüben. Es gilt, eine Vertrauensbasis aufzubauen, sodass dem Studenten auch verantwortungsvolle Aufgaben übertragen werden können.
  • Wie wird der Freelancer versteuert?
    Im Vorfeld sollte selbstverständlich mit dem Finanzamt abgeklärt werden, ob die vereinbarten Leistungen als freie Mitarbeit oder tatsächlich als Nebenjob gelten. Das kann sich von Kanton zu Kanton unterscheiden. In jedem Fall muss das Unternehmen bei der Anstellung eines Freiberuflers eine sogenannte Ausnahmeregelung beantragen. Manche Bereiche erfordern zunächst eine Gewerbeanmeldung vom Studenten, auf die ein Unternehmen unbedingt achten sollte.

Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit Anja Wolfmaier von umfragevergleich.ch erstellt.

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